Projektkultur und Projektspielregeln

Projektkultur und Projektspielregeln

Projektkultur, Aufbau einer Teamkultur

Die Projektkultur ist der Begriff für die Summe aller Regeln, Werte und Normen eines Projektes, die für die Verhaltensweisen, die Methodik und Form der Kommunikation im Projektteam gelten. Diese Kultur ist nicht direkt beschreibbar, aber durch Interaktion im Team, also der Teamkultur, erlebbar. Eine Projektkultur sollte unbedingt durch verschiedene Maßnahmen der Projektleitung gefördert und unterstützt werden, da sie die Identifikation der Teammitglieder mit dem Projekt steigert. Es entsteht ein Wir-Gefühl und die Wahrnehmung Teamkultur. Außerdem gibt die Projektkultur natürliche Rahmenbedingungen für das Verhalten der Teammitglieder und Handlungen im Projekt vor. Durch die geltenden Normen und Werte wissen die Teammitglieder automatisch welche Handlungen als gut, wertvoll und wünschenswert oder als negativ angesehen werden. Eine Projektkultur sollte durch verschiedenste Aktivitäten des Projektteams geformt werden. Die erste Entwicklung zu einer Projektkultur kann schon beim Projektstart-Workshop entstehen, in dem ein Leitbild entsteht. Der Projektname, das Projektlogo, Projektslogans und das gesamte Design des Projektes tragen zur positiven oder negativen Einstellung und somit Verhaltensweise der Projektmitglieder bei. Der wichtigste Punkt bei der Erarbeitung einer Projektkultur ist jedoch das Festlegen von Spielregeln. Diese Projektspielregeln gelten als Verhaltensgrundregeln für die Gesamtprojektdauer und müssen von jedem Projektmitglied beachtet werden.

Projektspielregeln, Regeln der Zusammenarbeit

Spielregeln sind allgemeine Grundsätze für die Arbeit in einem Projekt. Die Projektspielregeln werden im Rahmen einer Projektstartveranstaltung von allen Projektmitgliedern gemeinsam erarbeitet. Durch das gemeinsame Erarbeiten werden die Spielregeln von allen akzeptiert und alle Beteiligten verpflichten sich im Rahmen der Projektarbeit zu deren Einhaltung. Die Regeln der Zusammenarbeit dienen als einheitliche Normen bei der späteren Durchführung des Projektes. Mit dieser Verhaltensgrundlage auf die sich der Projektleiter oder Teilprojektleiter berufen kann, kann die Leitung einfacher das Team regeln. Wichtig ist, dass die Verbindlichkeit und die Wichtigkeit der Projektspielregeln für das Projekt ohne Ausnahmen, von der Leitung klar und deutlich an das gesamte Team kommuniziert wird. Gibt es schon bestehende Projektregeln aus vorausgegangenen Projekten, welche sich bewährt haben, sollten diese zur Sicherung und Stärkung der bestehenden Projektkultur für neue Projekte übernommen werden. Mögliche Spielregeln in Projekten können wie folgt lauten:

  • „Geht nicht gibt’s nicht!“
  • alle Beteiligten arbeiten aktiv mit
  • für den Projekterfolg trägt jeder die gleiche Verantwortung (Teamkultur)
  • interne Geschlossenheit, die nach außen repräsentiert wird (Entscheidungen werden von allen umgesetzt und vertreten)
  • Diskussionen werden sachlich und ohne Emotionen geführt; Probleme immer im Team regeln
  • Keine Telefonate bzw. Handys während der Projektteamsitzungen
  • Termine sind einzuhalten, ggf. Probleme rechtzeitig kommunizieren
  • alle Aufgaben sind grundsätzlich schriftlich zu erledigen
  • für die Projektdauer gilt keine Linienrolle, der Erfolg des Unternehmens durch das Projekt steht im Vordergrund

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