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Meilensteinplanung bei der Virtual und Augmented Reality App-Entwicklung | Projektnachwuchs.de

Meilensteinplanung bei der Virtual und Augmented Reality App-Entwicklung

birne

Die Erstellung einer App ist eine komplexe Dienstleistung. Der Prozess unterscheidet sich unter anderem nach der Art der App. Im Folgenden wird konkret auf die Entwicklung von Virtual und Augmented Reality Anwendungen eingegangen.

Einen ├ťberblick ├╝ber die 8 Meilensteine von der Idee bis in den App-Store erh├Ąlt man in der von VRketing erstellten Infografik:

vr-/ar-app-entwicklung

erstellt von VRketing

Die Entwicklung beginnt mit einer Idee, die vor der Anfrage an eine App Agentur unterschiedlich stark ausgepr├Ągt sein kann. Aus dieser Idee wird zusammen mit Mixed Reality Beratern ein Konzept ausgearbeitet.

Nach der Konzeptfreigabe muss der Inhalt erstellt werden. Je nachdem, wie konkrete Vorstellungen ein Kunde bereits von der App hat, sind diese ggf. schon vorhanden.

Vor der eigentlichen App-Erstellung m├╝ssen Screendesigns erstellt und vom Auftraggeber abgesegnet werden. Der n├Ąchste Schritt umfasst die eigentliche Umsetzung der App f├╝r die nachgefragten Systeme.

Schon bevor die Programmierung abgeschlossen ist, beginnt das Testing. Testings werden sowohl auf Entwickler- als auch auf Kundenseite vorgenommen, um darauf aufbauend die Freigabe zu bekommen. Am Schluss kommt die App in die Stores.

vr-brilleSchon w├Ąhrend der Grobgliederung wird klar, dass f├╝r VR- und AR-Apps nicht eine ganzheitliche Meilensteinplanung existieren kann. Beispielsweise werden bei manchen Auftr├Ągen die Screendesigns bereits von den Kunden geliefert bzw. m├╝ssen Drittanbieter einbezogen werden. Die in diesem Fachbeitrag vorgestellte Projektplanung gibt jedoch einen sehr guten ├ťberblick ├╝ber die grunds├Ątzlichen Schritte, die beachtet werden m├╝ssen.

Als weitere Hilfestellung f├╝r die Prozessplanung empfehlen wir noch eine Zusammenstellung von Checklisten f├╝r die VR- und AR-App-Entwicklung.

1 Konzeption

vr-konzeptionDie Erarbeitung eines Konzepts in der Planungsphase ist der wichtigste Schritt in der App-Entwicklung. Fehler in der Programmierung oder der Nutzerfreundlichkeit k├Ânnen nachtr├Ąglich bequem ├╝ber Updates angepasst werden. Wenn aber das Grundkonzept unausgereift ist, war im Worst Case die komplette Arbeit umsonst, da der erhoffte Erfolg der Anwendung nicht eintritt.

Viele Kunden kommen mit einer groben Idee und diese wird dann zusammen mit VR-/AR-Beratern verfeinert. Das Hinzuziehen dieser, bietet sich vor allem dann an, wenn die M├Âglichkeiten der neuen Technologien nicht ausreichend bekannt sind. So gibt es insbesondere f├╝r die Einbindung komplexer 3D-Modelle gro├če grafische Unterschiede zwischen Anwendungen f├╝r mobile und station├Ąre Systeme.

brainstorming-vr-appNach einem ersten Brainstorming ist es am Anfang der Konzeptphase Aufgabe der Agentur, die M├Âglichkeiten von Virtual und Augmented Reality Marketing anhand von Referenzprojekten aufzuzeigen.

Erst nach der Erstellung eines Grundlagenentwurfs ist eine genauere Aussage ├╝ber das ben├Âtigte Budget m├Âglich. Je nachdem, wie┬á fest die Budgetgrenzen sind, ist hier das Spektrum der M├Âglichkeiten danach auszurichten.

Der ben├Âtigte Aufwand variiert von Projekt zu Projekt sehr stark. Zur groben Einordnung:

Eine Augmented Reality Anwendung zum Einblenden von Inhalten ├╝ber ein zugeh├Âriges Prospekt kann schon in unter 10 Stunden umgesetzt werden (wenn der Inhalt geliefert wird). Eine VR-Tour mit interaktiven 3D-Elementen im Corporate Design wird kaum unter 300 Stunden umzusetzen sein und ist nach oben hin offen.

Nachdem die Auftraggeber sich auf einen grundlegenden Entwurf geeinigt haben, liegt es an der Agentur mit ihren Spezialisten und Entwicklern ein fertiges Konzept zu erarbeiten. Bei dem Feinkonzept sind neben der User Experience und dem Interface festzulegen, an welchen Stellen Tracking erfolgen soll, um den Erfolg nachher messbar zu machen und ggf. auch auf Grundlage von Tracking-Daten Optimierungsma├čnahmen vorzunehmen.

Nach der Konzept-Phase werden dem Kunden die zeitliche Feinplanung und ein Lastenheft vorgelegt. In der Regel steht jetzt schon das Projektteam fest. Es besteht, je nach Umfang der Anwendung, aus einem Projektverantwortlichen, Entwicklern, einem Spezialisten f├╝r das User Interface und User Experience, sowie einem Marketingspezialisten.

2 Konzept-Freigabe

Das Lastenheft sollte m├Âglichst gewissenhaft durchgearbeitet werden, denn nachtr├Ągliche ├änderungen sind in kleinem Umfang zwar normal, aber liegen immer im Ermessen der App-Agentur.

3 Content

sale-vr-appIn der Content-Phase m├╝ssen Inhalte erstellt und f├╝r die sp├Ątere Verwendung angepasst werden. Inhalte sind Bilder, (3D)-Modelle, Audiodateien und Texte. Neben Texten, die direkt mit der App zusammenh├Ąngen, sind hier auch Rechtstexte gemeint. In Deutschland muss eine App ein Impressum, einen Haftungsausschluss, AGBs und einen Hinweis auf die Verwendung von Tracking-Tools enthalten.

Inhalte k├Ânnen vom Unternehmen geliefert oder von Drittanbietern erstellt werden. Gro├če VR-/AR-Agenturen haben f├╝r alle m├Âglichen Arten von Content Inhouse-Spezialisten. Einzige Ausnahme sind Rechtstexte. Mindestens diese m├╝ssen immer von Unternehmensseite geliefert werden. H├Ąufig haben die Agenturen jedoch Kanzleien mit denen sie f├╝r die Erstellung zusammenarbeiten oder es k├Ânnen ÔÇô auf eigenes Risiko ÔÇô g├Ąngige Vorlagen genutzt werden. Zwischenzeitlich werden nun schon die ersten 3D-Szenen erstellt und abgesegnet.

4 Design

Basis einer erfolgreichen Applikation ist eine intuitive Bedienung und ein ansprechendes Design. Das User Interface bildet die Schnittstelle zwischen Anwender und Anwendung. Falls die Anwendung f├╝r verschiedene Endger├Ąte entwickelt werden soll, ist auf die Besonderheiten der Devices einzugehen.

Google Cardboard Apps werden nur ├╝ber Kopfbewegungen gesteuert, wohingegen man mit der Gear VR und dem HTC einen Cotroller einbinden kann. Je nachdem, wie genau die Zielgruppe eingegrenzt werden kann, muss auf die Eigenheiten der Geschlechter, Alterskohorten und von B2B und B2C eingegangen werden.

Nat├╝rlich kann man hier auf Standards zur├╝ckgreifen, falls man die Zielgruppe weniger genau eingrenzen kann, aber Besucher einer Fachmesse k├Ânnte man am Beispiel einer AR-App gezielter mit KPIs (Content) ├╝berzeugen und Endkunden eher mit gut in Szene gesetzten 3D Animationen. Es werden Screendesigns erarbeitet, die wieder abgesegnet werden m├╝ssen, um sie anschlie├čend an die Entwickler weiterzugeben.

5 Programmierung

Die Programmierung ist die zeitintensivste Projektphase der App-Entwicklung. Eine App besteht fast immer aus 3 Komponenten: dem Backend, dem Frontend und einem Content-Management-System. Das Content-Management-System erm├Âglicht eine schnelle nachtr├Ągliche ├ťberarbeitung von Inhalten und kann bei besonders kleinen Projekten auch direkt mit dem Backend zusammengefasst werden.

Das Frontend ist der Teil der App den der Endanwender sieht und das Backend die Umgebung f├╝r Entwickler. ├ťber das Backend k├Ânnen zus├Ątzlich Einstellungen an einer eventuell eingebunden Cloud oder externen Servern vorgenommen werden.

Bei besonders gro├čen Projekten werden in der Programmierungs-Phase mehrere Prototypen angefertigt und immer wieder einzeln abgesegnet.

6 Testing

vr-entwicklung-checklisteWurden in vorherigen Zwischentests ausschlie├člich interne Mitarbeiter als Tester hinzugezogen, m├╝ssen sp├Ątestens in der Testing-Phase Unbeteiligte einbezogen werden. Es sollte sowohl Testgruppen geben, die vorgegebene Testschleifen durcharbeiten und abhaken, als auch welche, die selbst├Ąndig die App erkunden. Die Eigenschaften der Tester (Alter, Geschlecht etc.) h├Ąngen von der Zielgruppe der App ab. Eine gut durchgef├╝hrte Test-Phase erspart unn├Âtig viele Updates kurz nach der Einf├╝hrung in den App Store.

7 Freigabe

Nach der Testphase geht die finale Version an den Kunden zur Endabnahme. Je nach Gr├Â├če des Unternehmens m├╝ssen mehrere Instanzen durchlaufen werden.

Nach der Freigabe der App wird meistens ein weiterf├╝hrender Wartungsvertrag abgeschlossen, um den technischen Support sicherzustellen. Unabh├Ąngig eines Wartungsvertrages werden auf Entwicklerseite kleine Anpassungen von Problemen, die w├Ąhrend der Testphase ├╝bersehen wurden, anstandslos ├╝bernommen, da schlechte Bewertungen im App-Store am Ende auch auf sie zur├╝ckfallen werden.

8 App-Store

Insofern es sich nicht um eine interne Anwendung oder eine App, die ausschlie├člich f├╝r eine bestimmte Messe bzw. eine konkrete Veranstaltung gedacht ist, handelt, kommt sie nach der Freigabe in die App-Stores. Falls das Unternehmen keine Erfahrung mit App-Submits und dementsprechend keine Store-Accounts hat, ├╝bernimmt die Agentur den Submit.

vr-brille-userAuch bei einem Submit durch die Agentur m├╝ssen f├╝r jedes Unternehmen individuelle Store-Accounts erstellt werden. Ein Submit ├╝ber einen Agentur Account ist nicht mehr m├Âglich.

Fazit
Die App-Erstellung ist ein vielsichtiger Prozess bei dem viele Schritte aufeinander abgestimmt werden müssen. Eine effiziente Planung erspart hier viel Zeit und Ärger mit unzufriedenen Kunden.




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