Ein Team werden – National, International, ganz egal!

Teamarbeit

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Unterschiede internationale & nationale Teams

Innerhalb des Teambildungsprozesses gibt es mehrere Hindernisse, die berücksichtigt werden müssen, um aus einer Gruppe von Personen ein effektives Team zu formen. Unterschiede im Ablauf des Teambildungsprozess zwischen Gruppen gleicher Nationalität und multinationalen Gruppen gibt es nicht.

Auch multikulturelle Teambildungsprozesse durchlaufen die vier typischen Phasen „Forming, Storming, „Norming und Performing“, jedoch wird dieser Prozess zunehmend durch die Entwicklung der Globalisierung in seiner Komplexität beeinflusst. So setzen sich Teams immer häufiger aus unterschiedlichen Nationalitäten und somit unterschiedlichen Kulturen zusammen. Das Bilden einer multinationalen Teamkultur stellt oftmals eine Herausforderung für die Projektleitung und die Teammitglieder dar und fordert interkulturelle Kompetenz von allen Mitarbeitern.

Globalisierung als Motor der internationalen Arbeit

Diese Entwicklung in der Teamzusammensetzung beruht auf dem Bedarf an Personal aus denjenigen Ländern, in denen das Unternehmen tätig ist. Die Globalisierung treibt die Verflechtung von Wirtschaft, Politik und Kultur voran und versucht sprachliche, kulturelle und religiöse Unterschiede zu überwinden.

Der einfache Grund für Globalisierung ist die seit dem zweiten Weltkrieg stark gewachsene wirtschaftliche Kraft der Industrieländer, die mehr produzieren als im eigenen Land benötigt wird. Die Waren werden auf internationalen Märkten ins Ausland verkauft, was durch die schnelle Entwicklung der Kommunikationsmittel (z.B. Internet, Smartphones, etc.) vereinfacht wird.

Globalisierung und ihre Auswirkung auf internationale Teams

Die Entnationalisierung ist eine andere Bezeichnung für die Globalisierung und fasst das Kernproblem des Kulturen-Mix im Teambildungsprozess in einem Wort zusammen. Das Bestehen ethnischer Barrieren durch unterschiedliche Kulturkreise kann die Zusammenarbeit behindern oder sogar unmöglich machen. Es gibt in jeder Kultur andere Ansätze an Konfliktlösungsstrategien oder Entscheidungsfindungen heranzugehen oder sich in ein Team einzubringen. Um diesen Unterschieden als Teamleitung gerecht zu werden, bedarf es also einer anderen und intensiveren Vorbereitung im Vergleich zu Gruppen gleicher Herkunft.

Das Unternehmen muss sich vor der Gruppenzusammenstellung bewusst machen, welche Nationalitäten später zusammenarbeiten sollen und man muss sich die Frage stellen wie man für diese Mitglieder eine gemeinsame Arbeitsgrundlage schaffen kann. Die größten Konfliktpotentiale liegen, nach Smith und Berg, in multikulturellen Gruppen im Hinblick in den folgenden Punkten:

  • Akzeptanz von Autoritätsstrukturen
  • geeignete Handlungsschemata und ihre Bestandteile (z. B. Zielbildung, strategische Orientierung und Motivation)
  • zeitliche Vorstellungen
  • Entscheidungsprozess
  • Konfliktlösung
  • Äußern von Gefühlen

Die Schwierigkeit innerhalb einer interkulturellen Arbeitsgruppe liegt darin, dass sich die Mitglieder jeweils an ihrem eigenen kulturspezifischen Problemlösungsprozess orientieren, was eine einheitliche Herangehensweise erschwert und zu Missverständnissen führt.

Herr Projektleiter, was jetzt…? Vorbereitung eines Projektleiters

Da es nicht möglich ist die Verhaltensweisen der einzelnen Gruppenmitglieder zu verändern ist das Unternehmen also gezwungen die vorliegenden Unterschiede zu analysieren und eine gemeinsame Arbeitsgrundlage und Denkweise zu schaffen. Ein Ansatz zur Analyse von Unterschieden und Chancen, also Synergien im Team, kann die genaue Betrachtung der einzelnen Teammitglieder sein. Eine Stärken- und Schwächenanalyse sowie das Erkennen von Konfliktpotentialen im Team kann die Grundlage dafür sein, möglichen Problemen vorzubeugen und eine multinationale Gruppenkultur aufzubauen.

Auf der Auswertung der Analysen basierende Arbeitsstrukturen können der Konfliktprävention dienen, sind jedoch lediglich ein Instrument um Probleme im Team frühzeitig zu erkennen und zu verstehen. Voraussetzung für eine effiziente Arbeitsatmosphäre ist es zu gewährleisten, dass Unterschiede nicht als Hindernis, sondern als Bereicherung erkannt, verstanden und gesteuert werden. Diese Denkweise also Grundpfeiler der Projektspielregeln führt dazu, dass eine größere Toleranz gegen¬über anderen Denk- und Arbeitsweisen entsteht und eine eigene, gemeinsame Team¬kultur gebildet werden kann. Das Wissen aus den Analysen ermöglicht es hierbei den Prozess des Bildens von Synergien zu fördern und zu beschleunigen.

Teambuilding International

Im Folgenden werden wir die einzelnen Phasen des Teambuilding unter besonderer Berücksichtigung des Kultur-Mix betrachten. Zu Beginn des Teambildungsprozesses, in der „Forming“-Phase, sollen erste Mitarbeiter-Gruppierungen entstehen, die die Kommunikation untereinander fördern. Anders als bei der Teambildung uninationaler Gruppen bestehen in dieser Phase neben den üblichen Problemen auch die Hindernisse der kulturellen Unterschiede. Die Leitung der Gruppe sollte also gerade zu Anfang die Aktivitäten der Gruppe koordinieren und steuern, um gemeinsame Verhaltensmuster einzuführen und ein erstes Kennenlernen zu ermöglichen.

In der „Storming“-Phase sind die gemeinsamen Verhaltensweisen, die zu Beginn festgelegt werden sollten, enorm wichtig. Die einzelnen Teammitglieder reflektieren ihre Position in der Gruppe aus unterschiedlichen kulturellen Sicht- und Denkweisen. Die Gruppenleitung muss in dieser Phase als Moderator bei Konflikten vermitteln und kulturspezifisch auf die Teammitglieder eingehen. Spätestens in der „Storming“-Phase zahlt sich eine gute Analyse von Konfliktpotentialen und Chancen aus, um Konflikte überhaupt ermitteln, verstehen und in eine positive Richtung steuern zu können. In Konfliktsituationen sollten die Synergien der Gruppe betont werden um das Gruppengefühl zu stärken. Mangelndes Verständnis, durch mangelnde interkulturelle Kompetenz, kann in dieser Phase bereits dazu führen, dass die Arbeit in der gleichen Teamkonstellation nicht weiter möglich ist.

Erst in der „Norming“-Phase ist es auch den Teammitgliedern möglich, durch erste Erfahrungen miteinander, ihre neu erlangten interkulturellen Kompetenzen in die Konfliktlösung einfließen zu lassen. Die Rolle des Moderators rückt für den Teamleiter in den Hintergrund und er wird zum Motivator. Es stellt sich ein erstes „Wir-Gefühl“ ein, da alle Teammitglieder die gemeinsame Teamkultur akzeptieren und sich ihr anpassen. Die Arbeitsproduktivität steigt in dieser Phase langsam durch abnehmende interkulturelle Konflikte und zunehmende Synergien.

Die letzte Phase des Teambildungsprozesses, die „Performing“-Phase, verläuft genau wie bei Teams gleicher Nationalität. Alle Mitglieder haben ihren Platz in der Gruppe gefunden und können produktiv an ihren Aufgaben arbeiten. Durch viele interkulturelle Synergien und wenige Konflikte ist diese Phase auch in interkulturellen Teams die produktivste Phase.

Fazit:
Im Vergleich zu Teams gleicher Herkunft benötigt der Teambildungsprozess multikultureller Gruppen interkulturelle Kompetenz und mehr Toleranz. Euer Projektmanagement Blog ist der Meinung, dass für geübte Projektleiter, mit ausreichenden Erfahrungen mit anderen Kulturen, das Leiten internationaler Teams kein Problem ist. Und keine Angst, die Arbeit mit anderen Kulturen macht Spaß und denkt dran: Es ist eine Bereicherung und kein Hindernis!

 

Um weitere Informationen über das Teambuilding und Teamwork zu finden, empfehlen wir euch unser Projekt Wiki. Hier findet ihr Alles rund um das Thema Projektmanagement – Vom Meilensteinplan bis zum Balkenplan findet ihr alle Infos, die ihr als angehende Projektleiter benötigt.

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